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Diese KFZ Steuer müssen Sie für einen Wohnwagen bezahlen

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Seitdem Corona in der ganzen Welt sein Unwesen treibt, hat sich die Urlaubskultur drastisch verändert. Anstatt Hotel und Massentourismus wie früher, stehen Camping mit Wohnmobil und Wohnwagen hoch im Kurs. Grund dafür ist, dass ein solcher Urlaub nicht mit den strengen Restriktionen verbunden ist, wie im Massentourismus. Auf Campingplätzen stehen die Fahrzeuge weit auseinander und es ist nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern zugelassen. So kommt man gar nicht in die Situation, dass sich Gedränge bildet und die Ansteckungsgefahr drastisch zunimmt. Im Hotel dagegen gelten strenge Auflagen am Buffet, in den Bars oder den sportlichen Einrichtungen. Das erspart man sich nur zu gerne.

Solche Entwicklungen hinterlassen natürlich ihre Spuren im Konsumverhalten. Viel mehr Deutsche haben sich in den letzten Jahren ein passendes Reisemobil zugelegt. Der Experte für Wohnwagen kaufen NRW berichtet von stark gestiegenen Umsätzen, seit Ausbruch der Pandemie. Ein Wohmobil zu kaufen oder in einen Wohnwagen zu investieren gilt als guter Plan. Auch Anhänger für den Transport von Rädern, Booten oder sonstiger Ausrüstung werden viel mehr nachgefragt.

Wenn sich solche Trends ausbilden, dann verbreitet sich die Idee in der Regel so schnell wie ein (Corona)-Virus. In Foren und Social Media Gruppen zeigt sich, dass das Interesse an einem Kauf bei vielen Menschen da ist. Doch sie fragen sich, was das alles kosten wird. Und damit ist nicht der Kaufpreis gemeint. Denn diese Informationen lassen sich aus den zahlreichen Internetportalen ermitteln, wo entsprechende Fahrzeuge gehandelt werden. Es geht mehr um das Thema Steuern und langristiger Unterhalt.

In Deutschland zahlt man ja schließlich für die Anschaffung von fast allem irgendeine Steuer. Hinzu kommen die Versicherungen. Wie sieht das also bei einem Wohnwagen aus? Gibt es dort eine Kfz-Steuer? Und wenn ja, wie hoch ist die Steuer? Wie wird die Steuer berechnet? Gibt es Unterschiede zum Wohnmobil? Welche Versicherungen sind zudem notwendig? Wir verschaffen einen Überblick.

Unterschied zwischen Wohnmobil und Wohnwagen

Manche verwenden die Begriffe Wohnwagen und Wohnmobil quasi synonym. Doch es handelt sich dabei um zwei verschiedene Dinge. Ersterer ist ein Anhänger. Dieser Anhänger wird mit einem sogenannten Zugfahrzeug verbunden.

Ein Wohnmobil dagegen hat einen eigenen Motor und ist kein Anhänger, der von einem anderen Fahrzeug gezogen wird. Es fährt selbständig und ist vergleichbar mit einem großen PKW oder mit einem kleinen LKW.

KFZ – Steuer und Versicherung – wann wird sie fällig?

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Was die Erhebung von Steuern angeht gilt der Grundsatz: Wer die öffentlichen Straßen nutzen möchte, der muss dafür in irgendeiner Form Abgaben bezahlen, damit der Staat sie instandhalten kann. Deswegen wurde die KFZ-Steuer schon vor langer Zeit eingeführt. Des Weiteren muss jedes Gefährt eine KFZ-Versicherung abschließen. Pflicht ist dabei die KFZ Haftpflichtversicherung. Damit möchte der Staat sicherstellen, dass kein Fahrer einen Millionenschaden verursacht und dann nicht bezahlen kann. Doch diese Dinge gelten in dem Fall für vorrangig für Wohnmobile. Wohnmobile haben einen eigenen Antrieb – sie werden als selbständiges Fahrzeug betrachtet.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber später spezielle Verordnungen für Anhänger-Mobile erlassen. Denn auch ein Wohnwagen trägt zur Abnutzung der Straßen im Land bei. Somit gibt es eine staatliche verordnete Wohnwagen-Steuer. Ebenso gibt es eine gesetzliche Pflicht zur Wohnwagen Versicherung.

Wie errechnet sich die Wohnwagen-Steuer?

Ein Wohnwagen-Anhänger wird, wie erwähnt, nicht wie ein Auto oder ein LKW zu behandelt. Grund dafür ist, dass es dort bereits ein Zug-Fahrzeug gibt, für das eine Kraftfahrzeugsteuer entrichtet wird. Zudem benötigt ein Anhänger keine Schadstoffklasse, weil er keine Emissionen zum Schaden der Umwelt erzeugt. Daher wird die zulässige Gesamtmasse bzw. das Gewicht als Basis genommen, um die Abnutzung der Straßen zu kompensieren. Die Berechnung der KFZ-Steuer für Wohnwagen erfolgt nach dieser Methode:

Je angefangene 200 Kilogramm Gesamtgewicht, wird ein bestimmter Betrag fällig. Im Jahr 2019 wurde dieser auf 7,46 Euro pro Jahr festgelegt, im §9 Kraftfahrzeugsteuergesetz. Dieser Steuersatz wird von der Regierung immer wieder angepasst. Zudem wurde noch eine Obergrenze eingeführt. Sie liegt aktuell bei 373,24 Euro. Auch sie wird gelegentlich neu ermittelt.

Ein Beispiel für die Berechnung:

Ein Wohn-Anhänger hat ein Gesamtgewicht von 1.000 Kilogramm. Dieses Gewicht wird durch 200 geteilt, was 5 ergibt. Mit diesem Faktor multipliziert man die 7,46 EUR. Es errechnet sich ein Betrag von 37,30 Euro.

Der Maximalbetrag von 373,24 würde daher theoretisch bei circa 10 Tonnen Gesamtgewicht erreicht. Das ist dann schon ein sehr großer Wohnwagenanhänger.

Wie Sie sehen, ist die Anschaffung eines solchen bewohnbaren Anhängers steuerlich betrachtet fast schon ein Schnäppchen. 1.000 oder 2.000 Kilogramm Gewicht ist schon viel. Das wird ein Gefährt mit reichlich Platz darin sein. Und die Gebühr dafür ist fast nicht nennenswert.

Tipps für das Sparen von Steuern

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Sollten Sie jedoch ein ganz großer Sparfuchs sein, dann besteht noch die Option ein saisonales Kennzeichen zu verwenden. So müssen Sie nur für die Monate bezahlen, die mit dem Kennzeichen zugelassen sind. Dann dürfen Sie jedoch mit ihrem mobilen Heim nur in bestimmten Monaten am Straßenverkehr teilnehmen.

Wichtig zu wissen ist auch der Fakt, dass für die Wohn-Anhänger, die auf privatem Gelände abgestellt werden, gar keine Steuern fällig sein werden. Das heißt, als Dauercamper oder auf dem eigenen Grundstück werden überhaupt keine Ausgaben mehr fällig, wenn das Gefährt nicht mehr von dort weg bewegt wird. Aus diesem Grund nutzen manche diese Option, um sich günstig eine Art Urlaubs-Wohnsitz zu verschaffen. So etwas funktioniert auch im Ausland. Sie mieten einen Dauerstellplatz auf einem speziellen Grundstück in sonnigen Süden und stellen sich dort einen Wohnwagen drauf. Dort können Sie dann jedes Jahr mit dem PKW hin fahren und einen super günstigen Urlaub machen.

Urlaub mit dem Wohnwagen – die finanziellen Vorteile

Ein Wohnanhänger ist eine unglaublich günstige Angelegenheit. Er ist viel preiswerter als ein Wohnmobil, da dieses einen eigenen Motor hat. Für nur wenige tausend Euro lässt sich auf diesem Wege ein mobiles Zuhause anschaffen. Vor allem diejenigen Modelle sind günstig, die gebraucht gekauft werden.

Natürlich könnte man einwenden, dass ja noch ein Zugfahrzeug notwendig ist. Doch fast jeder Haushalt hat ohnehin ein Auto. Daher lässt sich dieses Kraftfahrzeug dazu nutzen, um den großen Anhänger zu ziehen. Zumindest dann, wenn Sie ein passendes anschaffen, das die notwendigen Pferdestärken mit sich bringt.

Steuerlich betrachtet ist diese Lösung ideal. Das Auto wird ohnehin besteuert. Einen Wohnanhänger zu kaufen verursacht nur noch geringe zusätzliche Kosten. Auch bei der Wohnwagen Versicherung sind ganz andere Beträge fällig als bei derjenigen für KFZ.

Des Weiteren ermöglichen solche Wohnanhänger äußerst preiswerte Urlaube. Camping ist deutlich billiger als ein Hotel. Im Camping müssen Sie nicht das viele Personal mit bezahlen, dass sich um die Aufrechterhaltung eines riesigen Gebäudes und der Logistik kümmern muss.

Das heißt: wenn Sie nach einer idealen Lösung suchen, um auch in Zeiten einer gefährlichen Virus Pandemie einen schönen Urlaub zu verbringen, dann ist das der optimale Weg. In Europa gibt es unzählige Campingplätze unterschiedlicher Preisklassen und auf unterschiedlichsten Niveaus. Es gibt Luxus-Camping und Economy Class – Sie haben auf jeden Fall eine riesige Auswahl und damit unzählige Möglichkeiten, um eine gute Zeit zu verbringen.

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