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Tipps & Adressen für Steuerzahler in Hessen

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Tipps & Adressen für Steuerzahler in Hessen

Als Bürger und Steuerzahler in Hessen möchte man natürlich wissen, wofür man sein Geld an die Landesregierung in Wiesbaden überweist. Zu diesem Zweck veröffentlicht der Steuerzahlerbund jedes Jahr das sogenannte Schwarzbuch. In diesem Schwarzbuch sind die größten Verschwendungen im vergangenen Jahr gelistet. Hier finden Sie einige Auszüge daraus.

Zudem geben wir Ihnen als Steuerzahler in Hessen einen kleinen Überblick über die finanzielle Situation des Landes.

Auszüge aus dem Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes

Für die hessischen Fälle bei Verschwendung mit öffentlichen Geldern, ist der regionale Steuerzahlerbund sehr informativ. Auf der Webseite gibt es eine gute Übersicht über einige der teuersten Beispiele:

Da wäre zum einen der Fall „Tapetenmuseum“. Das 2500 Quadratmeter große Museum wurde ursprünglich mit 11,5 Millionen Euro angesetzt. Tatsächlich kostete es aber am Ende 24,4 Millionen. Wie die Einrichtung wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann, ist bis heute nicht ganz geklärt. Der Bund der hessischen Steuerzahler hatte explizit um detaillierte Informationen dazu gebeten. Diese wurden vom Kasseler Tapetenmuseum und dem zuständigen Ministerium nur sehr lückenhaft beantwortet.

Ebenso der Fall mit den Flüchtlingsunterkünften in Kassel – das könnte Sie auch interessieren. Die Stadt hat Räumlichkeiten langfristig angemietet. Sie sollten den Flüchtlingen als Unterkunft dienen. Nachdem diese nicht in so hoher Anzahl kamen, blieb Kassel auf den Verträgen teilweise sitzen. Dadurch entstand ein Schaden von ungefähr 8 Millionen Euro. Auch hier kritisiert der Bund, dass die öffentliche Hand zu sorglos mit dem Geld der Bürger umgeht.

Berühmtheit haben auch die „Grünen Zimmer“ in der Stadt Frankfurt a. Main erlangt. Diese kleinen Konstruktionen sollten den Bürgern der Stadt einen angenehmen Schattenplatz zur Verfügung stellen, angesichts der Hitze des Klimawandels. Der hessische Bund der Steuerzahler kritisierte hier die Ausgaben von 460.000 Euro. Den Klimawandel könne man sicher auf anderem Wege wirksamer bekämpfen.

Der hessische Steuerzahlerbund fordert immer wieder auf, sorgsamer mit den Steuergeldern umzugehen und jegliche Geldverschwendung zu verhindern. Die Veröffentlichung solcher Informationen über Misswirtschaft ist auf jeden Fall sehr wichtig und auch für Wähler eine Basis für ihre Entscheidungsfindung.

Hier die Adresse des Steuerzahlerbundes in Hessen für weitere Informationen:

Bund der Steuerzahler Hessen e.V.
Bahnhofstraße 35
65185 Wiesbaden

Überblick: Verschuldung im Land Hessen

Das Land Hessen, mit Regierungssitz in Wiesbaden, wird seit 2014 von einer schwarz-grünen Regierung geführt. Bei der Wahl zum letzten hessischen Landtag 2019 wurde die Koalition in ihrem Amt bestätigt.

Die Verschuldung des Landes lag Ende 2018 bei 39,14 Milliarden Euro. Das waren 2,9% weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Allerdings mussten in den letzten beiden Quartalen 2018 wieder neue Schulden aufgenommen werden. Angesichts der guten Konjunkturlage konnte aber auf Jahressicht ein kleiner Beitrag zum Schuldenabbau geleistet werden.

Zum Vergleich der Größenordnungen, wird Sie auch interessieren, wie andere Länder dastehen:

Baden-Württemberg sitzt auf einem Schuldenberg von 43,2 Milliarden Euro.

Schleswig-Holstein – 30,8 MRD EUR

Rheinland-Pfalz – 31,2 MRD EUR

Nordrhein-Westfalen – 178,5 MRD EUR – vermutlich auf Jahre uneinholbar

Bayern – 27,3 MRD EUR

Bedingt durch die Niedrigzins-Politik der EZB kann sich so manches Bundeland glücklich schätzen, dass die Kredite nicht so teuer sind wie früher. Sollten die Zinsen irgendwann wieder hoch gehen, könnte es für die öffentliche Hand schnell Probleme geben, um ihren staatlichen Aufgaben finanziell nachzukommen.

Gleiches gilt für die Entwicklung auf Bundesebene. Deutschland war ein Profiteur der Finanzkrise. Der niedrige Stand des Euro kurbelte die Exporte an. Staatshaushalte konnten sich billig umschulden und so ihre Zinslast drastisch drücken. Manchmal hilft eben auch der Zufall.

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