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Erzieher Gehalt in Deutschland

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Erzieher Gehalt in Deutschland

Mit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 und einem umfangreichen Ausbau der Kinderbetreuung, hat die schwarz-rote Bundesregierung  das Leben berufstätiger Eltern in den letzten Jahren massiv erleichtert. Deutlich mehr Frauen als früher können nun Mutter mehrerer Kinder werden und dennoch ihrem Beruf nachgehen. Diese Veränderungen haben ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt für Erzieher und Erzieherinnen hinterlassen. Zahlreiche neue Stellen wurden in diesem Bereich geschaffen. Zudem hat sich das Berufsbild dahingehend gewandelt, dass nun im Kindergarten mehr bildungstechnische und erzieherische Aufgaben für die Kinder übernommen werden müssen. Pädagogischen Fachkräften kommt hierdurch eine größere Bedeutung zu als es vorher der Fall war.

Wir gehen der Frage nach, wie sich der Arbeitsmarkt für Erzieherinnen und Erzieher entwickelt hat und mit welchem Gehalt Sie rechnen können, wenn Sie rechnen können, wenn Sie sich für diesen Beruf interessieren.

Erzieher Gehalt – Wie viel verdienen Erzieherinnen und Erzieher?

Ungefähr 75% aller Erzieher*innen und Mitarbeiter sonstiger sozialer Einrichtungen sind Angestellte im öffentlichen Dienst. Vorteil dieses Umstandes ist, dass sie in einer Branche arbeiten, wo die Erzieher Gehälter per Tarifvertrag geregelt sind. Das betrifft nicht nur die Verdienst-Höhe, sondern regelt sehr genau, welche Stellenausschreibung mit welcher Entgelt-Stufe vergütet wird – siehe TVöD SuE. Beim Bewerbungsgespräch um das Gehalt zu pokern ist für Erzieher*innen nicht notwendig. Das gilt auch für die Ausbildungsvergütung für angehende Erzieherinnen. Zudem gibt es keinerlei Diskriminierung. Egal, ob Mann oder Frau – beide erhalten natürlich die gleiche Vergütung. Gut zu wissen ist auch, dass die Gewerkschaften regelmäßig Gehaltserhöhungen aushandeln, die für alle Beschäftigten gelten und nicht nur für Mitglieder.

Der Nachteil

Nachteil bei der Sache ist, dass man für Jobs in staatlichen Einrichtungen meist mit einem geringeren Gehalt rechnen muss als in der freien Wirtschaft. Allerdings spielt das bei Erziehern keine allzu große Rolle, denn in privaten Kindergärten verdient die Belegschaft nicht sonderlich viel mehr.

Etwas anders ist es bei den gemeinnützigen Trägern wie Kirche und Rotes Kreuz oder Diakonie usw. Sie haben ihre eignen Tarifverträge, orientieren sich aber im Groben am öffentlichen Dienst. Ansonsten würde es ihnen wohl schwer fallen das Personal an sich zu binden. Denn Erzieherinnen und Erzieher sind bei der aktuellen Marktlage Mangelware.

Erzieherinnen und Erzieher in öffentlichen Einrichtungen verdienen im Durchschnitt ein Gehalt von 2580 Euro brutto pro Monat, wenn sie mit der Ausbildung fertig sind. Nach fünf Jahren Berufserfahrung erfolgt eine automatische Gehalts-Erhöhung auf circa 3030 Euro. Wenn die Beschäftigten zusätzliche Aufgaben bzw. Verantwortung übernehmen, dann kommen noch einige Zulagen hinzu.

Vor einer Ausbildung sollten Sie beachten, dass dieser Job kein klassischer Karriere-Beruf ist. Perspektiven für einen Aufstieg sind relativ rar gesät. Viel Spielraum für mehr Gehalt wird nicht vorhanden sein. Leitungspositionen unterliegen keiner allzu großen Rotation und bleiben in der Regel über Jahre unverändert besetzt. Wer dieser Tätigkeit nachgehen möchte, der sollte Freude an der Arbeit mit Kindern mitbringen.

Andererseits muss auch erwähnt sein, dass die Arbeit absolut krisensicher ist. Ob Boom oder Rezession, der Staat hat sich verpflichtet die Kinder-Betreuung aufrechtzuerhalten.

Wie verläuft die Ausbildung?

Die Erzieher-Ausbildung ist eine schulische Ausbildung. Sie ist an einer sogenannten Berufsfachschule absolviert und dauert ungefähr 2-4,5 Jahre. Je nach Vorbildung, Schulabschluss oder guter Leistung, ist die Dauer etwas kürzer. Beendet wird die Ausbildungsphase mit einer Prüfung, mit der die Absolventen eine staatliche Anerkennung erhalten. Wichtig zu wissen ist, dass die Inhalte von Bundesland zu Bundesland verschieden geregelt sein können. Es ist daher in den meisten Fällen nicht möglich während der Ausbildungsphase von einem Bundesland ins andere zu wechseln und dort weiter zu machen.

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