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Sekretärin Gehalt in Vollzeit oder Teilzeit

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Kaum ein Job ist so sagenumwoben wie der einer Sekretärin. Die Meinungen über diesen Beruf gehen teilweise komplett auseinander. Zum einen sehen ihn viele als reinen Frauen-Beruf, obwohl das nicht zwangsläufig so sein muss. Die einen assoziieren mit den Aufgaben einer Sekretärin, dass jemand ans Telefon geht, ein paar Briefe schreibt oder ein paar Unterlagen kopiert. Andere betrachten die Stelle als wichtige Schaltzentrale der Macht und die Sekretärin als verlängertes Gehirn mächtiger Chefinnen und Chefs. Aufgrund solcher Vorurteile entstehen zahlreiche Gerüchte darüber, die hoch das Gehalt in diesem Job wirklich ist und welche Arbeiten dazugehören und welche nicht. Wir nehmen daher den Job der Sekretärin etwas genauer unter die Lupe und klären auf, welches Gehalt sie wirklich verdienen.

Was gehört zum Job einer Sekretärin?

Grundsätzlich dient der Job als Sekretärin tatsächlich dazu, damit Menschen in hoch bezahlten Positionen keine Arbeiten mehr wahrnehmen müssen, die weit unterhalb ihrer Gehaltsklasse liegen. Vor allem Führungskräfte und leitende Angestellte bekommen in den Unternehmen eine solche Unterstützung zugewiesen. Historisch bedingt waren das meist Männer, und das Sekretariat entwickelte sich somit zu einer Frauen-Domäne. Heute ändert sich das zunehmend.

Es war tatsächlich so, dass traditionell einfache und zugleich zeitraubende Tätigkeiten an die Sekretärin delegiert wurden, weil ihr Gehalt deutlich niedriger lag als das der Führungskräfte. Telefonieren, Reisen buchen, Ablage, Kopieren und ähnliche waren schon immer Bestandteil des Pakets.

Allerdings hat dieser Job zwangsläufig die Eigenschaft, dass die Damen im Vorzimmer weitreichende Einblicke in geheime oder hoch strategische Unterlagen der Geschäftsführung erhalten. Mit wachsender Berufserfahrung sammelt sich dadurch bei ihnen eine gehörige Menge Know How an, so dass sie zu wichtigen Wissensträgerinnen werden. Somit kann es gut sein, dass sie auch an Aufträgen mit hoher Priorität arbeiten, die ein spezielles Wissen erfordern. Von einen kinderleichten Job kann absolut nicht die Rede sein.

Außerdem sind sie häufig das Nadelöhr, wo alle Anfragen an die Führungskräfte zusammenlaufen. Üblicherweise sind sie es, die darüber entscheiden, welche Informationen in die Chefetage gelangen und welche nicht. Ihr Status im Unternehmen ist informeller Art, aber er kann teilweise immens wichtig sein. Clevere Führungskräfte wissen um ihre Bedeutung und sorgen idealerweise dafür, dass sich dieser Fakt im Gehalt niederschlägt.

Welches Gehalt Sekretärinnen verdienen hängt daher von einer Reihe von Faktoren ab:

  • In welchem Unternehmen sie arbeiten (Konzern / Mittelstand / Kleinunternehmen / Online Sekretariat / öffentliche Verwaltung)
  • Ob es einen Tarifvertrag für ihre Branche gibt
  • Wie hoch die Position ihrer direkten Führungskraft ist (Geschäftsführung / Bereichsleiter / Abteilungsleiter)
  • Welche Weiterbildungen sie wahrnehmen
  • Ob sie strategisch bedeutsame Aufgaben übernehmen können

Welches Gehalt verdient eine Sekretärin?

Sekretärinnen kommen bei sehr unterschiedlichen Arbeitgebern zum Einsatz. Es macht einen Unterschied, in welche Branche sie tätig sind und welche Aufgaben sie dort übernehmen. Folgende Größen dienen deshalb lediglich als grobe Richtwerte:

Man rechnet im Allgemeinen mit circa 2.200 bis 2.800 Euro Gehalt pro Monat. Mit zunehmender Erfahrung können daraus zu 2.800 bis 3.200 Euro pro Monat werden. Allerdings gelten diese Angaben eher für kleinere Unternehmen. In Konzernen mit guten Tarifverträgen ist es durchaus üblich mehr zu verdienen. Steigerungen beim Verdienst sind durch die Übernahme zusätzlicher Verantwortung und höherwertiger Tätigkeiten möglich.

Wie wird man Sekretärin?

Es gibt keine spezielle Ausbildung für diesen Beruf. Meist handelt es sich um Damen, die eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolviert haben, wie zum Beispiel als Bürokauffrau oder Kauffrau für Bürokommunikation. Allerdings ist ein Quereinstieg problemlos machbar, wenn ausreichende EDV-Kenntnisse und ein entsprechendes Organisationstalent vorhanden sind.

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