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Möglichkeiten der Industrieabwasser Aufbereitung

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Verschmutztes Abwasser entsteht in den unterschiedlichsten Industrien. Überall da, wo chemisch-physikalische Reaktionen zum Produktionsprozess dazugehören. Das passiert sehr häufig, nicht nur in der chemischen Industrie, sondern auch bei anderen. Für viele Unternehmen stellt sich deshalb die Frage, was damit zu tun ist. Es einfach in die Kanalisation zu pumpen, damit es die kommunale Kläranlage reinigt, geht nicht. Das ist dann möglich, wenn das Wasser nur Bestandteile enthält, die dort alle beseitigt sein können. Andere Abwasser-Arten dürfen nicht ins Klärwerk gelangen. Hierfür gibt es gesetzliche Vorschriften.Was also tun mit dem kontaminierten Abwasser? Die Lösung ist eine eigene Industrieabwasserbehandlung aufzubauen. Wir zeigen wieso.

Möglichkeiten zur Beseitigung von Industrieabwasser

In der Industrie geht es nicht immer nur um die Frage, was mit dem Abwasser passieren soll. Die Aufbereitung wäre das geringere Problem. Häufig ist es viel wichtiger das Wasser wiederzuverwenden. Viele Branchen haben mit einem immensen Verbrauch zu kämpfen. Würden sie permanent frisches Wasser aus der Leitung einsetzen, dann würde das die Kosten sprengen. Aus diesem Grund wird Industrieabwasser häufig direkt vor Ort wieder aufbereitet. Dafür werden Anlagen konstruiert, die maßgeschneiderte Lösungen für die jeweilige Firma darstellen.

In erster Linie wird das Abwasser mit Hilfe von Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilzen, aufbereitet. Sie verwerten und verdauen die organischen Inhaltsstoffe. Übrig bleibt dadurch der Klärschlamm. Er wird in meist im Betrieb verbrannt und somit energetisch sinnvoll verwertet. Diese Form der Entsorgung ist für die Umwelt optimal, denn eine Verwendung als Düngemittel ist aufgrund der verschärften Gesetzgebung nicht mehr so einfach möglich wie früher.

Entsorgung – Industrieabwasser Aufbereitung

Feste Bestandteile sind per Filterung entfernt. Sie können anschließend als ganz normaler Müll entsorgt werden. Dort werden sie entweder dem Recycling zugeführt, oder ebenfalls verbrannt.

Im Industrieabwasser finden sich häufig Chemikalien oder manchmal auch Schwermetalle. Sie werden in speziellen Anlagen durch chemische Reaktionen aufgefangen und aus dem Abwasser entfernt. Einige von ihnen ermöglichen sogar eine wirtschaftliche Wiederverwendung der Reste. Entweder das Unternehmen nutzt sie selbst, oder man verkauft sie an einen anderen Abnehmer.

Gefährliche oder giftige Flüssigkeiten wie Öl oder Benzin erfordern ebenfalls eine eigene Form der Abwasserbehandlung. Die erforderliche Technik dafür ist zum Glück nicht allzu komplex. Die im Industrieabwasser enthaltenen Öle, kann man mit Hilfe von Leichtflüssigkeitsabschneidern aufbereiten. Solche Geräte machen sich zunutze, dass Wasser und Öl eine unterschiedliche Dichte haben und sich nicht ineinander lösen können. Öl schwimmt bekanntlich auf der Wasseroberfläche, weil es leichter ist. Sobald also die Flüssigkeiten nicht in Bewegung sind, lagern sich fettige Stoffe oben ab. Eine Trennung ist dadurch relativ gut möglich.

Fazit

Beim industriellen Abwasser entscheiden zwei Faktoren darüber, welche Form der Entsorgung die beste Lösung ist.

Je nach Branche ist die Aufbereitung von Industrieabwasser mit mehr oder weniger Kosten verbunden. Die Kosten für die Abwasserreinigung sind davon abhängig, welche Inhaltsstoffe sie enthalten. Je nach dem, muss eine mehr oder weniger komplexe Abwassertechnik installiert sein.

Der andere Faktor ist die Menge an Wasser, die bei der Produktion benötigt ist. Sind dessen Kosten höher als die Aufwendungen für die Verarbeitung des Abwassers, dann ist es ebenfalls besser individuelle Lösungen zu suchen, anstatt über die kommunalen Klärwerke zu gehen.

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